Manche Leute konnten Teil 2 des großen Speichenhetzer Reifen-Tests kaum erwarten 😉
Na denn!
Auf das teure Pflaster des Schwalbe Durano Plus folgte, man höre und staune, kein neuer Reifen, denn das Geld nach dieser enormen Reifeninvestition fehlte. Ideen mussten her, also ab in die Fahrradläden. Dabei ist mir eine kleine Hart-Plastikrolle für sagenhafte 5€ ins Auge gestochen. Die Idee dazu kam dabei gleich mit, denn wieso nicht diese Hartplastikrolle entrollen (:8) und zwischen den durchgeskiddeten Reifen und den verletzbaren Schlauch legen. Gesagt getan. Nun ein paar Kilometer war’s ganz nett mit roter Platikeinlage im Reifen durch die Trierer Strassen zu heizen, na aber irgendwann, und das war leider sehr bald (gefühlte 20 Kilometer), war’s dann auch vorbei mit dem Experiment.
Durch war’s.
Der Reifen und die Platikrolle.
Der provisorische Reifen mit Einlage hatte zusätzlich eine wider Erwarten schlechte Bremswirkung beim Hinterrrad blockieren.
Spaß gemacht hat’s trotzdem!
Daraufhin folgte ein schon raritätsnaher Hutchison Krono Competition. Von der Optik her mit beiger, altersschwachen Seitenfläche im Vintage-Look.
Dieser Reifen war von der Langlebigkeit her relativ gut, ebenso die Bremsleistung war akzeptabel.
Eine relativ harte Gummimischung, die auf der Strasse trotzdem für ordentliche schwarze Streifen sorgte. Leider nicht mehr erhältlich dieser schöne Reifen, denn dieser hier hatte schon die besten Tage hinter sich bevor sie überhaupt anfangen sollten.
Folglich wurde es wieder interessant für den reifensuchenden Fixed-Gear Fahrer.
Nach kurzer Recherche ist die Wahl auf den Klassiker schlechthin gefallen. Den Alleskönner, so meinen einige Kurierfahrer.
Der Vittoria Rubino (in schönem Schwarz) wurde für akzeptable 15€ bestellt.
Angekommen und montiert erwies sich dieser Reifen als sehr widerstandsfähig und auch von der Bremsleistung her das Wirkungsvollste das bisher untergekommen war.
Nur der Rollwiederstand ist meiner Meinung nach ein wenig zu hoch und der Reifen einen Tick schwerer als zum Beispiel ein Schwalbe Kojak.
Aber sonst im Alltagsbetrieb ein sehr ordentlicher Reifen mit guten ,,Nass-Fahr-Qualitäten”, wenn auch in dieser herbstlichen Jahreszeit jeder Rennradfahrer vor der tückischen Wirkung von nassen Blättern gewarnt sein sollte. Diese haben schon einige optimistische Kurven-Fahrer zu Fall gebracht.
Als bisheriges Fazit kann man festhalten, dass der Schwalbe Durano Plus mit seinem blauen ,,Innen-Gummi” die mit Sicherheit amüsanteste Angelegenheit im Skid-Betrieb war. Das Prädikat schnellster Reifen erhält ohne Frage der Schwalbe Kojak in der Bad Boy Edition.
Der Allrounder ist der Vittoria Rubino, doch auch hier sind Rollwiderstand und Optik unter Umständen ein Makel.
Letztlich sollte aber jeder für sich selber entscheiden und ausprobieren welcher Reifen am Besten zu seiner Fahrweise und Anwendungsbereich passt!
Euer Speichenhetzer!